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zweiterdraht Notfallkommunikation

Für Kommunen

Was kommt da auf Ihre Verwaltung zu?

Ehrliche Antwort: weniger, als Sie vermutlich befürchten – aber nicht nichts. Diese Seite beschreibt die Einführung aus Sicht von Bürgermeisteramt, Hauptamt und Ordnungsamt: Zuständigkeit, Aufwand, Betrieb und Kosten.

Ausgangspunkt

Die Verantwortung liegt ohnehin bei Ihnen

Wenn in Ihrer Gemeinde tagelang Strom und Telekommunikation ausfallen, schauen die Menschen nicht auf den Bund und nicht auf den Netzbetreiber – sie kommen ins Rathaus und zum Feuerwehrhaus. Sammelstellen, Notbrunnen, Betreuung, die Abstimmung mit den Ortsteilen: Das wird vor Ort organisiert, von Ihren Leuten.

Viele Kommunen haben dafür in den letzten Jahren Notfallpläne und Anlaufstellen („Leuchttürme“, Notfalltreffpunkte) erarbeitet. Der Punkt, an dem viele dieser Pläne leise scheitern, ist die Verbindung dazwischen: Wie erfährt der Stab im Rathaus, was an der Sammelstelle im Ortsteil los ist, wenn kein Telefon mehr geht? zweiterdraht beantwortet genau diese eine Frage – nicht mehr, aber die verlässlich.

Die Einführung

Ihr Aufwand, Schritt für Schritt

Aufwand der Verwaltung je Phase der Einführung
PhaseWas wir tunWas Ihre Verwaltung beiträgt
Erstgespräch Lage aufnehmen, Fragen klären Ein Termin, etwa eine Stunde. Hilfreich: Ihr Notfallplan, falls vorhanden.
Planung Ausleuchtung rechnen, Standorte vorschlagen, Bericht erstellen Ortskenntnis: Welche Dächer, Masten und Türme kommen infrage? Wer verwaltet sie?
Beschluss Entscheidungsvorlage mit Bericht und Angebot Gremienweg wie bei jeder Beschaffung. Der Bericht ist dafür gemacht, im Rat gezeigt zu werden.
Aufbau Geräte einrichten, Repeater montieren, Netz in Betrieb nehmen Zugang zu den Standorten; ein Platz mit Steckdose und Netzwerkdose für den kleinen Server, z. B. im Rathaus.
Betrieb Überwachung, Störungsmeldungen, Updates, Schlüsselverwaltung Benannte Ansprechpartner, die die Störungs-E-Mails erhalten. Gelegentlich ein Batterietausch oder Gerätetausch vor Ort.
Für Ihre IT: Der Server in Ihrem Haus ist aus dem Internet nicht erreichbar und braucht keinen Fernwartungszugang. Er baut ausschließlich eine ausgehende, verschlüsselte Verbindung auf (Port 443, wie ein Browser). Es gibt keinen offenen Port, keine Portweiterleitung und keinen Zugriff Dritter auf Ihr Verwaltungsnetz – das ist eine Grundsatzentscheidung der Architektur, kein Konfigurationsdetail.

Der Betrieb

Wer kümmert sich, wenn es läuft?

Ein Notfallnetz ist nur so gut wie sein Zustand am Tag X. Deshalb ist der Betrieb Teil des Angebots, nicht Ihre Hausaufgabe:

  • Das System überwacht sich selbst. Fällt der Standortserver aus oder verstummt ein Funkknoten, geht von sich aus eine Meldung an die von Ihnen benannten Ansprechpartner – ein stiller Defekt bleibt nicht bis zum Ernstfall unentdeckt.
  • Schwache Akkus werden gemeldet, bevor sie leer sind. Die Schwellwerte richten sich nach Ihrem Netz – drei Solarknoten im Wald brauchen andere als fünfzehn Geräte am Stromnetz.
  • Software-Updates spielen wir kontrolliert ein: erst ein Testgerät, dann die übrigen; ein fehlgeschlagenes Update springt selbsttätig auf den vorherigen Stand zurück. Sie merken davon im Regelfall nichts.
  • Die Daten der Plattform werden täglich automatisch gesichert, und die Funkschlüssel Ihrer Gruppen werden zusätzlich passwortgeschützt hinterlegt – auch ein Totalausfall unserer Technik lässt Ihr Funknetz nicht schlüssellos zurück.
  • Sie behalten den Einblick: Ihr Zugang zum Portal zeigt Lagekarte, Gerätezustände und offene Störungen Ihrer Gemeinde jederzeit – geschützt durch Anmeldung mit Zwei-Faktor-Pflicht.

Kosten und Förderung

Was kostet das?

Der Preis hängt von den Dingen ab, die je Gemeinde verschieden sind: Fläche und Gelände, Zahl der Ortsteile und Sammelstellen, Zahl der Repeater-Standorte und der Handgeräte, vorhandene Montagepunkte. Eine seriöse Zahl gibt es deshalb erst nach der Ausleuchtungsplanung – sie ist zugleich die Grundlage, auf der Sie unser Angebot Punkt für Punkt nachvollziehen können.

Im Erstgespräch nennen wir Ihnen eine erste Einordnung für Ihre konkrete Gemeinde, damit Sie wissen, worüber Sie entscheiden, bevor Sie Zeit investieren.

Fördermöglichkeiten

Ob und wie ein Vorhaben dieser Art gefördert wird, unterscheidet sich je nach Bundesland und Programmlage – pauschale Zusagen wären unseriös. Sprechen Sie das Thema im Erstgespräch an: Wir stellen Ihnen die technischen Unterlagen zusammen, die ein Förderantrag braucht, allen voran den Ausleuchtungsbericht mit nachvollziehbarem Rechenweg.